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Zur Geschichte von Lichtenklingen

(entnommen aus: 1000 Jahre Abtsteinach - Wesen, Werden, Gestaltung und Wandel; Chronik 1012 - 2012 von Dr. Peter W. Sattler; Herausgeber: Gemeinde Absteinach, 2012, ergänzt durch Raimund Hornauer) 

1387

Eine Urkunde des Mainzer Erzbischofs ist eine der Grundlagen für die Annahme, dass die Lichtenklinger Kapelle kurz vor 1387 erbaut worden ist, also unter Pfalzgraf Ruprecht dem Älteren (Ruprecht I., 1355 - 1390). Damals wird auch ein "her Dietrich" als erster Kaplan genannt. Diese Urkunde berichtet von einem Vergleich zwischen dem Pfarrer von Wald-Michelbach und Heneln Ruthard von Wustenmichenbach (?) wegen der "capelle zu der Lichtenclinge". Dieses Jahr gilt als die urkundlich bezeugte Ersterwähnung der Lichtenklinger Kapelle.

1399 

In einer Urkunde aus diesem Jahr heißt es "das gotzhus zu der Liechtenklingen". In dieser Urkunde wird auch festgelegt, dass Kolbel Welter und Heintz Mey "ein halp pfunt was (wachs) bzw. "ein halp pfunt waß" (Wachs) als zins zu zahlen haben.

1417

Im Anschluss an die Genehmigung eines "Bettelbriefes" (Kollekte) für die Erbauung einer Pfarrkirche in Lindenfels heißt es in einer Urkunde: "Desgleichen ist auch ein bettelbrief gemacht worden uf die Kirch Lichtenklingen Anno 1417".

1431

In diesem Jahr bekundet Johannes zum Ochsen, Ratsmann zu Heidelberg, dass die Kapelle Unserer Lieben Frau "zur Liechtenclingen" vor 40 Jahren, als er Bereiter des Junker Hennel Wißkreiß von Lindenfels, der damals Waldeck innehatte, war erbaut und die Messe den Mönchen von Weinheim (Karmeliter) übertragen worden sein.

1454

Nach einem Schiedsspruch zwischen Kurmainz und der Pfalz sollte der Pfalz das Patronat, dem Pfarrer von Wald-Michelbach das Pfarrrecht verbleibten

1468

Diese Jahr bringt eine umfassende Neuordnung: Durch eine Verordnung des Pfalzgrafen Friedrich I. (1449-1476) über Lichtenklingen werden die Rechte an der dortigen Kapelle, Gründung Patronat, Pfründe usw. betreffend abgegrenzt. Die Einflusssphäre der Pfalz wird damit erheblich erweitert. In diesem Jahr wird ein Nicolaus Schwarzkopf als Priester genannt.

1476

In diesem Jahr benachrichtigt Kurfürst Friedrich v. d. Pfalz (I.) Bischof Reinhard von Worms, dass er Georg Hertenkorff von Hagenau zum Kaplan an der Marienkapelle präsentire ("ad capellam beate virginis in Lichtenclingen Wormac. Dioec"). Der in diesem Jahr erwähnte Kaplan Georg Hertenkorff (auch Hertkoff) ist 1502 gestorben. In den Jahren 1476 bis 1508 hat der Kaplan Jorg zu Lichtenklingen 30 Gulden.

1480

In einem Kopialbuch (Urkundensammlung) heißt es: "Die Caplony zur Lichtenclingen besitzet einer genant Herr Jorg und hat davon uf drisig Gulden oder me fallen. Solche Pfruent stet minem gnaedigsten Herrn zu verlyhen.

1496

Die Kirche in Wald-Michelbach und die Kapelle in Lichtenklingen werden in dem Auszug aus dem Synodalregister der Wormser Diözese aufgeführt.

1502

In diesem Jahr wird ein Magister Quirin von Leimen (Quirinus de leymen) als Priester in Lichtenklingen genannt.

1503

In diesem Jahr ist ein Magister Pistor als Priester zu Lichtenklingen erwähnt.

1509

Am 15. Juli 1509 wird zwischen dem Kurfürsten Ludwig von der Pfalz und Schenk Eberhard Herr zu Erbach und Bickenbach im Rahmen eines Gebietsaustausche ein Vertrag über die Zugehörigkeit der Orte Hetzbach, Siedelsbrunn mit Lichtenklingen, Affolterbach, Lauten-Weschnitz und Scharbach geschlossen. Danach kommt Hetzbach zu Erbach, alle anderen Orte kommen zu bzw. verbleiben bei Kurpfalz.

1515

Eine Urkunde aus diesem Jahr spricht von "des Caplans und Hofmanns zur Lichtenclingen beholzung".

1556

In diesem Jahr wird bis 1559 durch Pfalzgraf Ottheinrich (1556-1559) die Reformation in der Kurzpfalz eingeführt. Interessant in diesem Zusammenhang ist der häufige Wechsel der Konfession in der Pfalzgrafschaft: 1556 lutherisch, 1560 calvinistisch, 1576 lutherisch, 1583 wieder calvinistisch. Im dreißigjährigen Krieg (1618-1648) spielte sich folgender Wechsel zwischen evangelischem und katholischem Glauben ab: bis 1625 evangelisch, 1625-1631 katholisch, 1631-1635 evangelisch, 1636-1648 katholisch, danach vorwiegend evangelisch-reformiert.

1563

Unter Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz (1559-1576) wird die Lichtenklinger Kapelle zum Abbruch freigegeben. In der entsprechenden Urkunde heißt es: "An die ambtleute zu Starkenburg Friedrich Pfalzgrave Churfürst. - Lieber getreuer. Was Unsere arme verbrante underthanen zu Lindenfels an Uns supplicirend (demütig erbittend) gelangen lassen, hastu beiliegend zu sehen." Nachdem dann gestattet worden ist, dass die Lindenfelser "Zur renovierung der alten, verfallenen brunnquell" über die vorigen 300 Gulden noch anderthalbhundert Gulden auf ihre Almend (etwa: Gemeindeeigentum) aufnehmen dürfen, heißt es weiter im Originaltext: "Im andern soll ihnen vergönnt und zugelassen sein, die Capell im Liechten Clingen bei Waltmichelbach abzubrechen und die ziegel, auch andere stein, zu des fleckens notdurft, wie in der supplication gebeten worden, zu verbrauchen."

Die Bürger von Lindenfels, deren Städtchen durch einen Brand katastrophal heimgesucht wurde, bedienten sich großzügig und machten die einstmals stolze Kapelle zur Ruine. Lindenfels ist etwas über sechs Wegstunden von Lichtenklingen entfernt. Der Brand ereignete sich im Jahr 1563. 

1568

Laut Salbuch (Verzeichnis über Besitzrechte einer Grundherrschaft) von 1568 hat die Kurpfalz den Zehnten von Lichtenklingen (gemeint ist der Lichtenklinger Hof). Die Propstei Lorsch hat keine Teil daran. Der Lichtenklinger Hofmann gehört zum Dorf- und Ruggericht Wald-Michelbach. Haus, Hof, Äcker und Wiesen usw. um die Kapelle sind vom Pfalzgrafen gegen 5 Gulden in Erbpacht gegeben.

1600

Nach 1600 kommt es zur Errichtung einer Kapelle in Unter-Abtsteinach auf dem Anwesen Schmitt (heute noch "Kapellenbauer" genannt).

1613

In diesem Jahr hat Adam Reupolt (auch Rupolden, Reubold) den Lichtenklinger Hof von Kurpfalz in Erbbestand. Ein Claus Reupolten wird ebenfalls erwähnt. in diesem Jahr besitzt Lichtenklingen laut Salbuch ein mit Stroh bedecktes Wohnhaus, das aus drei Stuben besteht, zwei nebeneinander stehende Scheunen und Nebengebäude mit Stallungen.

1622 

In diesem Jahr besetzt Graf Tilly (oberster Heerführer der Katholischen Liga im Dreißigjährigen Krieg) vom Neckartal her kommend, mit seinen Truppen Lichtenklingen, das geplündert wird. Es folgt ab diesen Zeitpunkt eine Verwilderung der Örtlichkeiten bis zum Jahr 1670.

1650

Wiedereinführung des katholischen Bekenntnisses in den von Mainz an die Pfalz verpfändeten Gebieten. Die Pfälzer Pfandschaft dauerte von 1461 bis 1623. Die Pfandeinlösung durch Mainz erfolgte allerdings erst 1650 mit dem Bergsträßer Rezess (Vergleich).

1661

Bis zu diesem Jahr versieht Pfarrer Gritti aus Lindenfels die Pfarrei Wald-Michelbach mit. Er berichtet über den verwahrlosten Zustand des Lichtenklinger Hofs und das dortige Vorkommen von Wölfen.

1667

In diesem Jahr beginnt die Rodung in Lichtenklingen unter der Leitung von Zentgraf Peter Reinig zu Wald-Michelbach .

1674

Das Ehepaar Hans Peter und Anna Eisenhauer, Erbbestandsinhaber des Lichtenklinger Hofs, verlässt zwischen 1674 und 1677 den Lichtenklinger Hof, um einen väterlichen Hof in nahmen Eiterbach zu übernehmen. Von dort kam Hans Peter Eisenhauer auch her. Anna war in zweiter Ehe mit ihm verheiratet. Sie starb 1678 in Eiterbach. Nach ihrem Tod floh Hans Peter Eisenhauer vor französischen Truppen nach Wald-Michelbach. Auch er musste sich wieder verheiratet haben. Aus dieser zweiten Ehe entspross 1691 der Sohn Hans Niklas, der 1741 nach Amerika auswanderte. Er gilt als Vorfahre des 34. US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower.

1681

in diesem Jahr berichtet der Zentgraf Peter Reinig zu Wald-Michelbach seiner kurpfälzigen Regierung, dass er das ganze verwachsene Feld in Lichtenklingen hat roden lassen; dabei habe er 19 Wölfe erlegt.

1697

Die Witwe von Hans Erhard, Katharina, führt bis zu diesem Zeitpunkt den Lichtenklinger Hof weiter. Danach übergibt sie den Hof an Sohn Johann Adam Ehrhard uns seine Ehefrau Anna Margaretha.

1725

In diesem Jahr erbaut der pfälzische Erbbeständer Hans (Johannes) Adam Erhard neben dem baufälligen alten Haus auf dem Lichtenklinger Hof ein neues.

1747

In diesem Jahr erfolgt die Vermessung der Zent Wald-Michelbach; es wird ein Rissplan angefertigt. Die Fläche des kurpfälzischen Lehnsgutes Lichtenklingen beträgt damals: 1 Morgen Garten, 120 Morgen Acker, 180 Morgen Wald; Die Wiese, die von den Gebäuden südöstlich führt, heißt Hofwiese.

1800

Zwischen 1800 und 1830 wird der noch heute bestehende Brunnenstock errichtet

1803

Bis zu diesem Jahr gehört Lichtenklingen zum pfälzischen (Ober-) Amt Lindenfels. Johann Peter Erhard wird ab diesem Zeitpunkt freier Eigentümer des Klingenhofs (per Allodifikationsvertrag).

1836

Peter Erhard und seine zweite Ehefrau sind die letzten Besitzer des Lichtenklinger Hofs. Im Jahre 1836 mache sie Konkurs.

1838 

Der hessische Staat kauft das Hofgut für 11.400 Gulden und forstet die Äcker auf. Das Gut besteht aus 200 Morgen Wald, 82 Morgen Feld und 24 Morgen Wiese.

1840 

In diesem Jahr lässt der hessische Staat die Gebäude auf Abbruch versteigern (zweistöckiges Wohnhaus, zwei Scheunen). Wohnhaus und Nebenbau mit den Stallungen ersteht Sebastian Bergold II aus Unter-Schönmattenwag, die eine Scheuer Georg Gölz aus Weiher und die andere Leonhard Jakob aus Fürth. Das Ackerland wird aufgeforstet.

1862

Zum Lichtenklinger Hof gehören 125 Morgen Wald, darunter der nordwestlich gelegene "Hartberg".

1901

Bis zu diesem Jahr ist der Lichtenklinger Hof Sitz einer Försterei. Der damalige Förster übersiedelt in das neue Forsthaus nach Siedelsbrunn.

1902

Am 6. November 1902 werden die zur seitherigen Forstwartwohnung Lichtenklingerhof gehörigen Nebengebäude, bestehend aus Scheuer in Holzfachwerk und Backofen, öffentlich und meistbietend auf Abbruch versteigert.

1910

Um dem fortschreitenden Verfall Einhalt zu gebieten und die noch vorhandenen Mauerrest zu sichern, werden in den Jahren 1910 und 1911 an der Kapellenruine auf Veranlassung des Großherzoglich Hessischen Ministeriums in Darmstadt unter der sachverständigen Leitung des Amtes für Denkmalpflege Unterhaltungsarbeiten durchgeführt.. Auch im Innern der Kapelle wurde durch Beseitigung des meterhohen Schutts die Grundrisslage wieder genau festgestellt. Auch erfolgten damals Ausgrabungen. Dabei entdeckte man auch den kleinen Friedhof aus vermutlich vorreformatorischer Zeit.

1934

Wiederentstehung der Wallfahrt. Am Weißen Sonntag ziehen erstmals Kommunionkinder von Wald-Michelbach und der Pfarrei Ober-Abtsteinach zur Kapellenruine und halten dort eine Andacht. Im selben Jahr wird eine der größten Wallfahrten nach Lichtenklingen geführt. Es sind 1800 Pilger, unter ihnen etwa 700 Mädchen aus Abtsteinach und aus Nachbarpfarreien bis Hammelbach und Fürth. Es wirken 12 Priester mit. Die Heilige Messe wird um 8.00 Uhr und 10.30 Uhr gefeiert. Mädchen aus Unter-Abtsteinach tragen die Statue der Muttergottes aus der Kapelle Unter-Abtsteinach nach Lichtenklingen und nachmittags wieder zurück. Nachmittagsandacht mit Predigt, anschließend sakramentale Prozession mit Segen am Waldausgang in Siedesbrunn für alle Wallfahrtsteilnehmer. Chronist Hans Arnold aus Ober-Abtsteinach schreibt 1987: "Nach nahezu 400 Jahren führten am 15. August 1934 der damalige Ober-Abtsteinach Pfarrer Franz Eidenmüller und Pfarrer Krämer (Wald-Michelbach) die Wallfahrt nach Lichtenklingen wieder ein (...) Damals waren Pläne vorhanden, die Kapelle wieder aufzubauen. Man führte eine Sammlung bei den Wallfahrern durch.

Aber schon 1935 wurde die Wallfahrt vom Forstamt Birkenau wegen Flurschadens verboten, dann eingestellt und am 15. August 1947 von Pfarrer Eidenmüller wieder aufgenommen."

Möglicherweise war das Verbot der Wallfahrt durch das Forstamt Birkenau wegen angeblichen Flurschadens nur ein vorgeschobener Grund, denn in der Zeit des Nationalsozialismust war die Wallfahrt unerwünscht.

1949

Ab diesem Zeitpunkt findet alljährlich jeweils an Mariä Himmelfahrt (15. August) eine Wallfahrtsprozession nach Lichtenklingen statt. Veranstalter ist die kath. Pfarrei St. Bonifatius Ober-Abtsteinach.

1953

findet eine Renovierung der Kapellenruine statt.

1954

In Lichtenklingen entsteht ein Landschaftsschutzring. Er ist Ökologisches Element des im Jahr 1960 gegründeten Naturparks Bergstraße-Odenwald. Dieser lässt in die Mauer der Kapellenruine die noch heute sichtbare Sandsteintafel mit folgendem Text einsetzen: "Am alten Quellheiligtum "im lichten Klingen" stand 1387 eine Wallfahrtskapelle unserer lieben Frau. Die Ruine der um 1550 verfallenen Kirche wurde 1910 gesichert."

1963

In diesem Jahr wird die Wallfahrt eingestellt, weil es in den sieben Jahren zuvor am Wallfahrtstag geregnet hat.

1980

In diesem Jahr wird am Samstag nach Maria Himmelfahrt mit der Wallfahrt nach Lichtenklingen zum dritten Mal im 20. Jahrhunderat begonnen. Initiator sind der Ober-Abtsteinacher Ortschronist Hans Arnold, Pfarrer Jakob Stumpf sowie der Pfarrgemeinderat unter Leitung von Herbert Oberle. 300 Pilger kommen an diesem Tag nach Lichtenklingen.

1981 sind es bereits 600 Pilger.

1983

Das Naturschutzgebiet "Eiterbacher Tal", das die Flächen des ehemaligen Lichtenklinger Hofs einschließt, entsteht.

1987 

Am Sonntag, 18. August 1987 steht die Wallfahrt nach Lichtenklingen im Zeichen der 600-Jahrfeier der Ersterwähnung der Lichtenklinger Kapelle.

1996 

Am Sonntag, 18. August 1996 ist der Mainzer Bischof Dr. Karl Lehman der Festprediger in Lichtenklingen. Karl Lehmann war von 1983-2016 Mainzer Bischof, von 1987-2008 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und ab 2001 Kardinal. Er verstarb 2018.

1997-2016 

In diesen Jahren wurde das großen Wallfahrtskreuz, das sonst seinen Platz in der Marienkirche in Unter-Abtsteinach hat, bie der Prozession durch Pilger getragen und in der Kapellruine aufgestellt. Aus verschiedenen Gründen, u.a. um es vor Regenschauern zu schützen, wird es seit 2017 nicht mehr regelmäßig mitgeführt.

Liste der Festprediger
(seit Wiederaufnahme der Wallfahrt im Jahr 1980) 

1980   Pfr. Jakob Stumpf, Ober-Abtsteinach 

1981    Dekan Roman Frauenholz, Fürth 

1982    Pfr. Hasslinger, Unter-Schönmattenwag 

1983    Pfr. Bruno Schalk, Unter-Flockenbach 

1984    Pfr. Jakob Stumpf 

1985    Diakon Thomas Fettel, Aschbach 

1986    Pfr. i.R. Dr. Barkholt, Löhrbach 

1987    Pfr. i.R. Dr. Barkholt, Löhrbach 

1988    Pfr. Wigbert Straßburger, Birkenau 

1989    Pfr. Jakob Stumpf, Ober-Abtsteinach 

1990    Pfr. Bernd Schirmer, Unter-Flockenbach 

1991    Pfr. Hans-Georg Geilersdörfer, Birkenau 

1992    Domkapitular Martin Luley, Generalvikar der Diözese Mainz 

1993    Vikar Alois Jehle, Interlaken (Schweiz) 

1994    Pfr. Dr. Alfred Mertens, Mainz 

1995    Pfr. Franz Stolle, Ober-Abtsteinach 

1996    Kardinal Dr . Karl Lehman, Bischof der Diözese Mainz 

1997    Domkapitular Dietmar Giebelmann, Mainz 

1998    Weihbischof Wolfgang Rolly, Mainz 

1999    Prälat Günter Emig, Domkapitular in Mainz 

2000    Monsignore Horst Schneider, Regens des Priesterseminars in Mainz 

2001    Diakon Dieter Klement, Neckarsteinach 

2002    Domkapitular Dr. Peter Hilger, Mainz 

2003    Monsignore Alois Jehle, Kaplan der Schweizer Garde in Rom 

2004    Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr, Mainz 

2005    Weihbischof Dr. Werner Guballa, Mainz 

2006    Pater Manfred Gruber ofm, Guardian des Franziskanerklosters Bensheim 

2007    Dekan Fritz Ullmer, Hemsbach 

2008    Erzbischof Karl-Josef Rauber, Apostolischer Nuntius in Belgien und Luxemburg 

2009    Domkapitular Jürgen Nabbefeld, Mainz 

2010    Prälat Walter Theis, Militärdekan a.D., Mainz 

2011    Prälat Walter Theis, Militärdekan a.D., Mainz 

2012    Pfr. Mathias Miedreich, Mainz 

2013    Pfr. Gerhard Schimpf, Weinheim 

2014    Prof. em. Dr. Alfred Mertens, Mainz 

2015     Diakon Heinz Lenhart, Darmstadt 

2016     Pfr. Markus Lerchl, Subregens des Mainzer Priesterseminars 

2017     Diakon i.R. Thomas Fettel, Aschbach 

2018    Dekan Christian Stamm, Pfarrgruppe Abtsteinach

2019    Dr. Tonke Dennebau, Regens des Mainzer Priesterseminars